Die Jury wählt unter den eingegangenen Bewerbungen die Preisträgerinnen und Preisträger auf Grundlage der folgenden Kriterien aus:
Darstellung des bereits umgesetzten oder in Realisierung befindlichen Projekts:
Das bereits umgesetzte oder in Realisierung befindliche Projekt muss inhaltlich und sachlich, verständlich und nachvollziehbar beschrieben werden.
Inhaltliche Bewertung der Wettbewerbsbeiträge:
Das Projekt muss dem Bereich „Handel“ zugeordnet werden können und darauf abzielen, die Attraktivität des Einzelhandels für verschiedene Altersklassen und Zielgruppen zu steigern.
Projekte können sich beispielsweise befassen mit:
- Der permanenten Anpassung des Geschäftsmodells an verschiedene Alters- und Zielgruppen.
- Der temporären Ansprache verschiedener Alters- und Zielgruppen durch spezifische Maßnahmen und Projekte
Die eingereichten Projekte können entweder generationenübergreifend wirken oder gezielt verschiedene Altersklassen oder Zielgruppen ansprechen. Dabei können die nachfolgenden Aspekte und Ideen Berücksichtigung finden (nicht abschließende Aufzählung):
1.) Bedürfnisse der mittleren und älteren Generationen (Gen X, Baby Boomer, Ältere):
- Barrierefreiheit (z. B. klar strukturierte Wege, Sitzgelegenheiten, stufenfreie Zugänge und gute Erreichbarkeit)
- Altersgerechte und persönliche Beratung
- Sicherheit und Komfort (z. B. gute Lesbarkeit, ausreichende Beleuchtung, Ruhebereiche, leicht erreichbare Produkte, verständliche Preisauszeichnungen oder einfache Bezahlprozesse)
- Einfache, intuitive Nutzung digitaler Angebote (z. B. Abbau digitaler Barrieren - Self-Checkout oder Apps sollten intuitiv gestaltet sein, damit sie nicht nur für technikaffine junge Menschen funktionieren, sondern für alle attraktiv sind)
- Verknüpfung des Angebots oder des Sortiments mit generationenfreundlichem Aufenthalt
- Bedürfnisgerechtes Warenangebot (z. B. Mode, Waren des alltäglichen Gebrauchs, etc.)
2.) Bedürfnisse jüngerer Generationen (Gen Y & Z, Gen Alpha):
- Angebot an digitalen Services und Technologien (z. B. digitalen Loyalitäts- oder Bonusprogrammen, Gamification-Ansätzen, personalisierten Angeboten, smarten Einkaufshilfen)
- neue/smarte Zahlungsmethoden
- Soziale Einkaufserlebnisse bzw. Social Shopping und Community-Erlebnisse (z. B. Einkaufserlebnisse kombiniert mit sozialen Aktivitäten, Event-Formate als soziale Treffpunkte und Motivatoren)
- Hybride Einkaufswege bis hin zu vernetzten Cross- & Omnichannel-Angeboten (z. B. Click & Collect, Händler-Apps, Online-Produktverfügbarkeit bzw. transparente Warenverfügbarkeit, Webrooming, KI-gestütztes Shopping, digitale Umkleidekabinen, Einsatz von KI-Agenten, etc.)
- Das eigene Geschäftsmodell mit jungen Menschen weitergestalten und diese gezielt in Marketing-Aktivitäten einbinden
- Entwicklung von Angeboten, die neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auch einfache, nachhaltige und alltagsnahe Lösungen bieten
- Angebote mit emotionalem Mehrwert, die Erlebnisse, sportliche Aktivitäten oder Gemeinschaft ermöglichen
- Influencer-Marketing, Social-Media
3.) Verbindende Elemente für alle Generationen:
- Familienfreundliche Angebote
- Integrative Raumgestaltung (z. B. Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität vor Ort)
- Gemeinsame Erlebnisse und Begegnungsformate (z. B. Handel, Gastronomie, Events, Kultur und Begegnung miteinander verbinden)
- Inklusive Kommunikation (z. B. barrierefreie, leicht verständliche Sprache und digitale Zugänglichkeit)
- Generationenübergreifende Programme (z. B. interaktive Formate wie Workshops, Aktionen oder Serviceangebote)
- Kulturelle Kooperationen beispielsweise mit Kulturvereinen, Museen, Theatern, Musik- oder Kreativgruppen
- Angebote, die einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen integrieren
- Individuelles und auf bestimmte Generationen zugeschnittenes besonderes Produkt- und Erlebnisangebot
Wirkung des Projektes:
Das Projekt
- sensibilisiert Stadtgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft für die Bedeutung eines attraktiven Einzelhandels für alle Altersklassen
- sichert bzw. steigert die Besucherfrequenz (messbar oder plausibel)
- erzielt mindestens eine lokale oder regionale Wirkung
- erzielt eine beispielhafte Wirkung für den Handel und weitere Branchen
- baut Barrieren – sowohl im physischen als auch psychologischen Sinne – ab und trägt somit dazu bei, dass der Handel als Zugpferd für Generationenfreundlichkeit innerhalb der Kommune oder darüber hinaus wahrgenommen wird.
Wünschenswert sind auch Impulse für vitale Zentren* oder die Belebung und Versorgung des ländlichen Raumes.
*Zentrum meint den (Haupt)Ort einer Siedlung, an dem das soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben einer (Siedlungs-)Gemeinschaft stattfindet, gemeint sind Innenstädte, Stadt(teil)- und Orts(teil)zentren, aber auch Orte im ländlichen Raum.
Kreativität:
Das Projekt ist kein „Mainstream“, es ist besonders wirkungsvoll oder verändert bestehende Strukturen zugunsten eines Handels für alle Generationen.
Nachhaltigkeit:
Das Projekt ist keine Eintagsfliege und soll über den Wettbewerb hinauswirken.
Reproduzierbarkeit:
Das Projekt ist reproduzierbar und eignet sich zur Nachahmung für andere (Best Practice-Beispiel).
Analoge & digitale Barrierefreiheit:
Das Projekt ist für jedermann erreichbar und zugänglich.